Erfahrungen und Feedback rund um meine schriftstellerische Tätigkeit

Ich muss gestehen, dass es schon einiges an Überwindung gekostet hat, hier mein Inneres nach außen zu kehren und die Beiträge, die ich erstmal eigentlich nur geschrieben hatte, um mich zu heilen, zu veröffentlichen. Ich tat es ja letztendlich doch. Weshalb habe ich euch in den vorangegangenen Artikeln bereits geschildert.

Bevor ich euch berichte, welche Erfahrungen ich nun mit meinem Blog gemacht habe, der sich eben nicht auf ein Publikum konzentriert, welches jeden Tag höher, schneller, weiter fliegen will und dabei mit durchgestyltem Outfit und einem makellosen Körper jeden versucht von sich zu überzeugen, um eine Million Leser zu ködern und dabei eine Trilliarde Euronen zu verdienen, möchte ich euch kurz von einem Gespräch berichten.

Es muss letztes Jahr irgendwann im Sommer gewesen sein, als mir eine Freundin erzählte, dass wiederum eine Freundin von ihr mein Schicksal teile. Das bedeutet, dass ihre Tochter ebenfalls betroffen ist. Sie hätte ihr wohl nun von meinem Blog berichtet, woraufhin diese ziemlich schockiert und entsetzt reagiert hätte, wie man sich damit und dann mit seinem ganzen Privatleben inklusive aller Ängste, Zweifel etc. an die Öffentlichkeit wenden könnte.  

Meine Mutter reagierte damals ähnlich, als ich bekannt gab, dass ich über Samu und mich einen Blog veröffentlichen würde. Ob ich mir das gut überlegt hätte? Ob das gut sei, Menschen an meinem Privatleben teilhaben zu lassen? Wieso ich das machen wolle? All diese Fragen kamen tatsächlich.

Ich habe versucht eine Weile in mich zu gehen, um herauszufinden, ob das wirklich richtig ist, was ich da tue – und ja, für mich ist das der richtige Weg zu heilen und in die 100%ige Akzeptanz zu kommen.

Ich denke auch, ohne der mir fremden Person zu nahe treten zu wollen, dass sie noch keinen Weg gefunden hat, mit ihren Erlebnissen umzugehen und in die Heilung zu kommen. Damit möchte ich nicht sagen, dass jeder sein Innerstes in die Öffentlichkeit auskotzen, hinausposaunen (oder wie immer man das nennen will), muss. Aber die schroffe Reaktion und das Unverständnis meinen Weg zu verstehen, lässt mich das vermuten.

Bei meiner Mum weiß ich, dass sie für solcherlei Dinge überhaupt nicht zu haben ist. Deshalb konnte ich ihre Reaktion verstehen. Letztendlich wollen uns Eltern ja oft nur schützen, auch wenn man mittlerweile schon die goldenen Zwanziger überschritten hat (heul).

Interessanterweise hat sich ansonsten niemand in meinem engsten Familienkreis zu dem Geschriebenen geäußert. Doch wartet… einmal zu einem Coronabeitrag. Inwiefern das allerdings viel mit dem Thema des Blogs zu tun hat, möchte ich an dieser Stelle einfach mal dahingestellt lassen…

Ansonsten gab es in der Tat keinerlei Reaktion. Ich weiß nicht wirklich, wer alles immer mitliest, aber ich fand das ehrlich gesagt schon enttäuschend. Eine andere Meinung zu haben, zu dem, wie ich mit meinem Schmerz umgehe, wie ich heile und welche Ziele ich damit verfolge, ist ja völlig okay, aber sich einfach gar nicht zu äußern, es ggf. nicht einmal in Ansätzen gelesen zu haben, war auch eine Erfahrung, mit der ich umgehen lernen musste.

Zu guter Letzt möchte ich aber das Positive hervorheben, nämlich die unglaublichen tollen, positiven Feedbacks von euch, die mich so oft bestärkt haben und mich auch weiter schreiben lassen. Dabei handelt es sich um Freunde von mir, Kollegen, Bekannte, aber auch wildfremde Personen, die sich immer wieder freuen, wenn es sonntags neue Beiträge gibt.

Witzigerweise habe ich oft Menschen, die behaupten, dass es ja gar nicht sein könne, dass man so lange nix voneinander gehört hätte, denn sie lesen ja jede Woche von mir und deshalb sei das Empfinden über temporäre Funkstille wahrscheinlich ein anderes als bei mir.

Auch wurde mir schon oft gesagt, dass ich mir überlegen solle, ob ich nicht ein Buch veröffentlichen möchte. Wow, herzlichen Dank – ein wahnsinnig tolles Kompliment. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Es ist so wunderbar, wenn ich Menschen mit meinen Beiträgen erreiche, sie weinen und lachen können. Dieses Feedback ist so unfassbar wertvoll für mich! Ihr, als Leser dieses Blogs seid einfach unfassbar wertvoll! Vielen lieben Dank, dass so viele von euch von Woche zu Woche am Ball bleiben und sich meine crazy Gefühlswelt reinziehen. DANKE! Ich drück euch hiermit einmal von ganzem Herzen!

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Jacqueline Dannappel

Das wir ein herausragendes Schicksal vorzuweisen haben ist das Eine. Aber Mut und Zeit zu investieren, um andere in ihre Stärke zu bringen. Großen Respekt und Hut ab. Es Buch liegt hier auf der Hand. Melde Dich gerne, ich habe einige Kontakte.

Liebe Grüße
Jacqueline Dannappel

Diana

❤️

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